Meldung:

  • Gleuel, 06. Juli 2017

Bauvorhaben Heinrich Imig Straße vormals „St. Barbara“


Bereits in der Ausgabe März 2012 berichteten wir über Pläne der katholischen Kirchengemeinde, auf dem Gelände der profanierten Kirche St. Barbara neue Doppelhäuser entstehen zu lassen. Die Genehmigung zum Abriss der Kirche und des dazugehörigen Wohngebäudes mit Garage wurde in 2016 erteilt.
In dem im April 2017 vorgestellten Entwurf ist beabsichtigt, dass 10 Doppelhaushälften, je 2-geschossig plus Dachgeschoss mit einer Wohnfläche 141,94 m², errichtet und die im Rahmen von Erbbaurechten an Interessenten veräußert werden. In der Plan-Skizze fehlten allerdings bei den Häusern 1 – 8 die obligatorischen PKW-Stellplätze. Nach der Intervention aller Fraktionen wurden in der Sitzung am 10.05.17 diese nachträglich eingeplant und zwar seitlich
an den Häusern, 2 Stellplätze hintereinander! Das löste bei den
Ausschussmitgliedern verständlicherweise Zweifel an der Nutzung
aus. Es wird befürchtet, dass einige Fahrzeuge latent den öffentlichen
Straßenraum zum Parken nutzen werden. In diesem Abschnitt der verkehrsberuhigten Zone (Schrittgeschwindigkeit) soll die Fahrbahnbreite zwar auf Kosten des Investors ausgebaut werden,
aber mehr Parkraum ist nicht vorgesehen. Wie wir erfahren haben, soll der Kaufpreis pro Doppelhaushälfte bei ca. 460.000 Euro liegen – ohne Grundstück, die monatliche Erbpacht fällt zusätzlich an. Ob sich das gerade junge Familien leisten können? Es zeigt, dass die Wohnbaupreise in Gleuel längst das teuere „Kölner“ Niveau erreicht haben und bestärkt uns in der politischen Forderung, in Hürth mehr „bezahlbaren“ Wohnraum zu schaffen.Wir warten gespannt auf das auf unsere Initiative hin zu erstellende Konzept der Verwaltung zur Schaffung von öffentlich geförderten Wohnungsbau auf städtischen Grundstücken
in Hürth. Wir werden darauf zurückkommen.